Das unerwartete Erbe
Roger und sein Freund Marcel waren auf dem Weg zum Skifahren. Sie fuhren mit Rogers Kleinbus in Richtung Alpen.
Nach einigen Stunden Fahrt gerieten sie in einen heftigen Schneesturm und hatten keine andere Wahl, als bei einem kleinen Bauernhof anzuhalten.
Eine freundliche junge Frau öffnete ihnen die Tür.
Roger: Entschuldigen Sie, könnten wir vielleicht bei Ihnen übernachten?
Frau: Ich weiß, dass das Wetter draußen schrecklich ist. Aber ich bin erst seit Kurzem Witwe und möchte nicht, dass die Nachbarn über mich reden, wenn ich zwei fremde Männer bei mir übernachten lasse.
Roger: Keine Sorge. Wir können sehr gerne in Ihrer Scheune schlafen. Sobald sich das Wetter bessert, fahren wir sofort weiter.
Die Frau stimmte zu, und die beiden Freunde verbrachten die Nacht in der Scheune.
Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter gebessert, und Roger und Marcel setzten ihre Reise fort.
Sie verbrachten ein fantastisches Skiwochenende.
Neun Monate später erhielt Roger völlig überraschend einen Brief von einem Anwalt.
Nach einigen Augenblicken wurde ihm klar, dass es der Anwalt der charmanten jungen Frau war, die sie während ihres Skiwochenendes kennengelernt hatten.
Roger ging zu Marcel.
Roger: Marcel, erinnerst du dich noch an die nette junge Witwe, die wir damals beim Skifahren kennengelernt haben und die uns in ihrer Scheune übernachten ließ?
Marcel: Ja, natürlich.
Roger: Bist du in dieser Nacht nicht aufgestanden und zu ihr ins Haus gegangen?
Marcel wurde etwas verlegen.
Marcel: Ähm … ja. Ich muss zugeben, dass ich sie tatsächlich besucht habe.
Roger: Und hast du ihr meinen Namen statt deines eigenen genannt?
Marcels Gesicht wurde rot.
Marcel: Ähm … ja. Tut mir leid, alter Freund. Aber warum fragst du?
Roger lächelte.
Roger: Sie ist gerade gestorben und hat mir ihr gesamtes Vermögen hinterlassen!